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Die Online-Phase verlangt unter anderem …
- mehr Selbstständigkeit und Gruppenzusammenhalt
TeilnehmerInnen müssen Aufgabenstellungen selbstständig oder gemeinsam mit anderen bearbeiten, ohne dass jederzeit die Möglichkeit zu unmittelbarem Rückfragen besteht. Rechercheaufgaben werden erledigt, ohne dass LehrerInnen bei der Hand sind, die die Qualität von z.B. einer Internetquelle sofort beurteilen können. Außerdem können technische Probleme auftreten, mit denen TeilnehmerInnen erst einmal umgehen müssen, um weiterarbeiten zu können.
- mehr Disziplin
Wenn – wie im eLearning – Kontrollinstanzen immer rarer werden und keine Schulglocke zur Arbeit ruft oder keine LehrerInnen zur Aufmerksamkeit mahnen, dann obliegt es der Disziplin der TeilnehmerInnen, ob und mit welcher Qualität Arbeitsaufträge erledigt werden. Es hängt auch an den TeilnehmerInnen, ob sie am Ball bleiben. Denn im Gegensatz zu herkömmlichem Unterricht in einer Klasse, wo man sich passiv „berieseln“ lassen kann, muss man sich Informationen von einer Lernplattform aktiv beschaffen, indem man immer wieder einsteigt und liest, was es Neues gibt.
- größere Genauigkeit
Viele Aktivitäten in einer Online-Phase passieren zeitversetzt, sodass möglichst viele TeilnehmerInnen dabei mitmachen können. Bei einer Forumsdiskussion, die zum Beispiel über vier Tage läuft, ist aber die Zeit zu schade, dass man immer wieder rückfragen könnte, wie dieses oder jenes gemeint ist. Es können viele Stunden vergehen, bis die ursprünglichen VerfasserInnen auf solche Anfragen reagieren und in dieser Zeit stockt die Diskussion. Hier ist Genauigkeit im sprachlichen Ausdruck gefragt, sodass möglichst für alle klar ist, was die Teilnehmerin oder der Teilnehmer sagen möchte und dass andere darauf unmittelbar reagieren können.
Man darf nicht vergessen, dass TeilnehmerInnen durch die Arbeit auf einer Lernplattform unbewusst viel über neue Kommunikationsmedien an sich lernen. Kommunikationswerkzeuge, wie sie in diesem Artikel beschrieben sind, werden ja nicht nur im eLearning verwendet, sondern auch im „wirklichen Leben“, etwa in der Wirtschaft. Nicht selten wird TeilnehmerInnen während des Kurses klar, wozu diverse Funktionen im firmeninternen Netzwerk ihrer Unternehmen dienen und plötzlich können sie auch Diskussionsforen oder WikiWebs an ihrem Arbeitsplatz nutzen. Dies ist ein sehr netter Synergieeffekt und zeigt einmal mehr, welche Chancen die Online-Phase für TeilnehmerInnen bietet, sich auf einer ganz anderen Ebene weiterzuentwickeln als bisher.
Was genau in einer Online-Phase passiert, ist stark von den jeweiligen Kursen und deren Anforderungen abhängig. Generell ist alles möglich, angefangen von Wiederholung und Vertiefung bis hin zur Erarbeitung von neuem Lehrstoff. In stoffintensiven Kursen, in denen Online-Stunden Präsenzstunden ersetzen, wird nichts anderes übrig bleiben, als auch per eLearning neue Inhalte durchzunehmen.
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