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Was ist ein Weblog?
Weblogs haben ihren Ursprung in den Logbüchern aus dem Schiffsverkehr: gesetzlich vorgeschriebene Tagebücher, die laufend zu führen sind. So ist das Logbuch eine Urkunde, in der alle wesentlichen Daten und Ereignisse einer Reise festgehalten werden. Der Ausdruck „Weblog“ ist ein Kunstwort und besteht aus den beiden Wörtern „web“ für world wide web und „log“ – für Logbuch.
Weblogs, auch Blogs genannt, sind Journale von Einzelpersonen oder Institutionen, die sich durch häufige Aktualisierung und viele Links zu themenrelevanten Internetadressen auszeichnen. Viele Weblogs sind auf ein bestimmtes Thema ausgerichtet und bieten täglich Neuigkeiten aus dem jeweiligen Bereich, etwa zu Fragen des eLearning oder zu methodischen Tipps für den Unterrricht. Die Inhalte erscheinen chronologisch, so dass der aktuellste Beitrag am Anfang der Seite erscheint. Häufig werden die Inhalte zusätzlich nach Kategorien sortiert. Meist gibt es auch einen Kalender, um durch die Einträge einzelner Tage zu navigieren.
Gemäß des Ursprung des Weblogs, dem Schiffstagebuch, protokolliert ein Weblog oft eine Reise durch das World Wide Web. So hält in einem typischen Weblog einE AutorIn (genannt „Blogger“) seine bzw. ihre Surftour durch das Internet fest, indem er oder sie zu besuchten Webseiten einen Eintrag schreibt. Andere Blogger teilen auf ihren Webseiten Einzelheiten aus ihrem privaten Leben mit. Oft kommentieren Blogger auch aktuelle Ereignisse. Viele Einträge bestehen aus Einträgen anderer Weblogs oder beziehen sich auf diese, sodass Weblogs untereinander stark vernetzt sind. Die Gesamtheit aller Weblogs bildet die so genannte „Blogosphäre“.
Weblogs sind vergleichbar mit Zeitungskolumnen: sie selektieren und kommentieren oft einseitig. Da Weblogs im Idealfall schneller auf Trends reagieren oder weiterführende Informationen bzw. Links zu bestimmten Themen bieten, sind sie eine gute Ergänzung zu (Online-)Zeitungen. Bei Ereignissen der Weltgeschichte, über die wir nur gefilterte Informationen bekommen (etwa bei Kriegen oder Naturkatastrophen), informieren engagierte Blogger die Weltöffentlichkeit oft schnell und detailliert über das, was sich in ihrem Umfeld tatsächlich abspielt.
Die meisten Weblogs haben eine Kommentarfunktion, die es den LeserInnen ermöglicht, einen Eintrag zu kommentieren und so mit dem Autor bzw. der Autorin oder anderen LeserInnen zu diskutieren. Interessanterweise gibt es laut einer aktuellen Umfrage mehr Blogger als Blog-LeserInnen. Von mehr als 100.000 befragten deutschen Internet-UserInnen gaben im Herbst 2005 nur vier Prozent an, sich regelmäßig in einem Blog aufzuhalten. Selbst als Blogger aktiv sind dagegen zwölf Prozent der befragten NutzerInnen. (Quelle: Wikipedia.org)
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