Support: Begriffe

 

Nachfolgend sind einige englische Begriffe, die auch im deutschsprachigen Raum häufig verwendet werden, kurz charakterisiert.

 

Learner Support

„The term student support means the range of activities which complement the mass-produced materials which make up the most well-known element in ODL.”

(Tait, in Lockwood S. 232)

 

Der Begriff „learner support“ wird in der nachschulischen Bildung und in der Weiterbildung häufig verwendet. Er ist sehr weit gefasst und bezeichnet das gesamte Spektrum an Dienstleistungen und Einrichtungen, die lernenden Erwachsenen als Hilfestellungen zur Verfügung stehen. (Stoney u. a., S. 20)

 

Tutoring

Die Begriffe “tutor” und “tutoring” (frz. „tuteur“ und „tutorat“) sind vor allem in der nachschulischen Bildung und in der Weiterbildung in England und Frankreich verbreitet. In Deutschland gibt es den Tutor / die Tutorin vorwiegend im akademischen Sektor. Die Funktion des englischen Tutors ist wesentlich umfassender als jene des französischen Tuteurs, welche vorwiegend mit pädagogischer Unterstützung, mit der Erarbeitung von Kursinhalten und der Förderung und Kontrolle des Lernfortschritts befasst sind. Der Tutor bzw. die Tutorin hat auch mit personalen, finanziellen und organisatorischen Problemen zu tun. (Stoney u. a., S. 35-37)

 

Mentoring

“The term ‘mentor’ is derived from the name of the wise old man to whom Ulysses entrusted the guardianship of his son Telemachus, during his ten-year odyssey fighting the Trojan wars.  A Mentor had to play many roles during this time, including tutor, guide, sponsor, patron, adviser and exemplar. Perhaps not surprisingly given this history, the term ‘mentor’ is often not defined explicitly: or only one aspect of the mentor’s role is developed.” (Lewis, in Lockwood, S. 250)

 

“In England wird der Begriff oft genutzt, um die informelle, nicht überwachende Unterstützung junger Mitarbeiter/innen durch ältere und erfahrene Mitarbeiter/innen zu beschreiben. … In der Weiterbildung ist der/die Mentor/in weniger an bestimmte Interessen gebunden und spielt eine Rolle bei der Entwicklung der Lernenden je nach dem jeweiligen Stadium des Lernprozesses.“ (Stoney u. a., S. 41)

 

Coaching

Coaching weist folgende Merkmale auf:

·         Coaching ist die geplante Entwicklung einer Fähigkeit oder Kompetenz am Arbeitsplatz, durch Praxis, Information, Anleitung und Rückmeldung durch einen geübten Experten bzw. eine geübte Expertin.

·         Coaching basiert auf der täglichen Arbeit und deren jeweiligen Herausforderungen.

·         Coaching zielt auf die Verbesserung der ‚Performanz’ einer Einzelperson oder einer Gruppe ab.

·         Coaching beinhaltet die Entwicklung von Lernstrategien, die der/dem Angestellten den Transfer von Fähigkeiten in andere Kontexte ermöglichen.

      (Lewis, in Lockwood, S. 249)

 

Guidance & Councelling (Beratung)

Diese beiden Begriffe werden manchmal gleich, manchmal unterschiedlich verwendet. Sie treten in allen Beratungsformen auf: in der Bildungs-, Berufs-, Lern- und Lebensberatung.

 

Guidance hat in England zwei unterschiedliche Verwendungen: In der ersten Sichtweise ist seine Funktion, Erwachsenen bei der Klärung ihrer Optionen zu helfen. Dies geschieht in 7 Aktivitäten: informieren, Ratschläge geben, beraten, einschätzen, ermuntern, vertreten und rückmelden. Diese Aktivitäten sollen sich an Teilnehmerorientierung, Vertraulichkeit, Zugänglichkeit, Unabhängigkeit und freie Verfügbarkeit orientieren.

In der zweiten Sichtweise geht Guidance mehr in die Richtung der Bildungsberatung und hilft bei der Auswahl von Kursen, unter Berücksichtigung der jeweiligen Bedürfnisse und Absichten. Diese Beratung findet

·         vor dem Kurs (Eingangsberatung, pre-entry guidance),

·         während des Kurses (on-programme-guidance)

·         und nach dem Kurs (transition guidance, exit guidance) statt.

 

Councelling wiederum bedeutet:

·         Die Fähigkeit, nicht bewertend zuzuhören.

·         Interviewen, Ratschläge geben, beraten und sogar Therapie im Bereich persönlicher Probleme anbieten.

·         Klienten ermöglichen, mit eigenen Worten auszudrücken, was sie zu brauchen meinen, was sie als persönliche Grenzen, finanzielle Beschränkungen, Zugangsschwierigkeiten und beruflicher sowie Bildungsangelegenheiten wahrnehmen.

·         Councelling wird im Vergleich zu Guidance meist als offener, erschließender, nicht direktiver und klientenzentrierter Prozess gesehen. (Stoney u. a., S. 29-34)

 

Assessing

„Assessing can be defined as the gathering, processing (and usually feeding back) of information about students’ skills, knowledge and interests in order to support them in making appropriate choices.“ (Simpson, S. 33)

 

 

Literatur

 

Lockwood, Fred:

Open and Distance Learning Today (Part VI: Learner Support and Management); Routledge, London 1995

 

Stoney, Sheila M. / Glikman, Viviane / Wack, Otto Georg:

Unterstützung und Förderung von Erwachsenen im Lernprozess; Verlag für Schule und Weiterbildung / Druckverlag Kettler, Bönen 1999

 

Simpson, Ormond:

Supporting Students in Open and Distance Learning; Kogan Page, London 2000