Die Tätigkeit eines Tutors bzw. einer Tutorin ist mit einer umfangreichen Liste von Aufgaben verknüpft. Rekkedahl /Baath haben zehn Funktionen identifiziert:
1 Motivieren
… durch klare Mitteilungen und Unterlagen, durch Einbeziehung der Lernenden; durch persönlichen Ton
2 Den Bezug zu den Kurszielen herstellen
… durch Operationalisierung der Ziele und Übersetzung in konkrete Aufgaben
3 Vorkenntnisse und Erfahrungen einbeziehen
… durch Überdenken eigener Erfahrungen und Diskussion darüber; durch Beispiele aus der Lebens- und Arbeitswelt; durch offene Arbeitsvorschläge
4 Den Bezug zu den Lernmaterialien herstellen
… durch Verweise in den Hilfsmitteln (z. B. Leitfaden) und bei direkten Kontakten
5 Korrigieren, Erklären, Anleiten
… durch differenzierte Rückmeldungen; durch Vermittlung von Selbstlern-Instrumenten
6 Aktivieren
… durch Fragen, Aufgaben, Kommentare; durch konstruktive Kritik; durch persönliches Eingehen
7 Rückmelden
… durch schnelle Antworten zu den Aufgaben; durch Kommentare zum Lernverlauf
8 Den Lerntransfer unterstützen
… durch Anbindung der Inhalte an das Berufs- und Alltagsleben; durch aktuelle Ereignisse; durch Anpassung der Inhalte an das jeweilige Alter bzw. an den Beruf
9 Die Nachhaltigkeit des Gelernten sichern
… durch Wiederholen, Variieren und Zusammenfassen der Inhalte; durch Herstellen eines persönlichen Bezugs
10 Das Lernen und die Lernergebnisse evaluieren
… durch Rückmeldungen, Gespräche, Auswertung von Aufgaben, Fragebogen, Anleitung zur Selbstevaluation
Rekkedal,
Torstein / Baath, John:
Guide for Corrrespondence Tutors; AECS – Association of European Correspondence Schools, 1996